04.02.2018 — Die Zeichen vor dem Spiel gegen den TSV Garching standen gut: Ein voller Kader, gutes Training unter der Woche und die nötige Motivation durch das verlorene Heimspiel aus der Hinrunde. Folgerichtig kam die HSG, nach einem verkürzten Aufwärmen auf der Indoor-Tartanbahn der Garchinger Halle, gut ins Spiel. Die Abwehr stand exzellent, die starken Rückraumschützen des TSV wurden frühzeitig angegangen und konnten damit in ihrem Bewegungsradius eingeschränkt werden. Nach einem Ballgewinn ging es zudem schnell nach vorne, in der ersten oder zweiten Welle fielen in den ersten 15. Minuten die meisten West-Tore. Dieser starke Beginn resultierte in einer 9:5-Führung der HSG. Das Polster konnte allerdings nicht bis in die Halbzeit gerettet werden. Die Garchinger wechselten durch und bekamen immer mehr Zugriff aufs Spiel. Vor allem in 1-gegen-1-Sitautionen konnte die Heimmannschaft ihre Stärken ausspielen und kam so immer näher heran. Lediglich einem Buzzerbeater von Jiri Rakusan war es zu verdanken, dass mit einem 14:13-Vorsprung für die HSG die Seiten gewechselt wurden. Garching machte aber weiter und kam besser in die zweite Hälfte Beim 20:17 war das Spiel gedreht und drohte gänzlich in die Richtung des TSV zu kippen. West zeigte aber Zähne und konnte mit vier unbeantworteten Toren wieder selber in Führung gehen. In den letzten Minuten entwickelte sich ein hitziger Schlagabtausch, in dem Garching cleverer agierte und eine Zwei-Tore-Führung kurz vor Schluss nicht mehr aus der Hand gab. Die HSG fuhr also nach einer couragierten Leistung wieder ohne Punkte nach Hause. Aus der 29:27-Niederlage gegen den Tabellennachbarn kann dennoch Positives gezogen werden: So funktionierte etwa endlich das Spiel mit dem Kreis und auch auf den ersten 15 Abwehrminuten kann aufgebaut werden.

 

Aufstellung HSG München West:

Georg Heindl; Dominik Steinseifer (beide Tor); Maurits Timmer (2); Johannes Kunz (4/2); Marc Schmidt (3); Florian Kittel (1); Lutz Albersmeier (4); Fabian Schulze (1); Leonard Stenger (7/4); Stephan Füchsl; Jiri Rakusan (4); Christian Einsele (1)