04.03.2018 — Aus einem 20-Mann-Kader standen nur sieben Spieler und zwei Torhüter am Sonntag Nachmittag in der Arnulfhalle beim Auswärtsspiel gegen den Tabellenletzten Großhadern. Dennoch war der Plan klar: Die ersten zwei Punkte einer bisher enttäuschenden Rückrunde holen. Großhadern schien dafür der perfekte Gegener, wurde das Hinspiel doch durchaus überzeugend mit 34:18 gewonnen. Die ersten Minuten gehörten auch tatsächlich der HSG. Durch eine hervorragende Torhüterleistung von Dominik Steinseifer und spritzigen Offensivaktionen des Rückraums konnte sich die Westler eine schnelle 6:2-Führung herausspielen. Großhadern ließ allerdings nicht abreißen, spielte im zweiten Abschnitt der ersten Hälfte einen sehr soliden Handball und konnte vor allem die einfachen Fehler der HSG (wieder wurden über das gesamte Spiel vier Gegenstöße vergeben) ausnutzen. Folgerichtig ging es mit einem ausgeglichenen Pausenstand von 12:12 in die Halbzeit. Die Ansage von Trainer Clemens Hanning nun doch mal die zweite Welle zu aktivieren und trotz der wenigen Auswechselspieler ein wenig aufs Tempo zu drücken, konnte zunächst nicht umgesetzt werden. Im Gegenteil: Zu Beginn der zweiten Hälfte war es Großhadern, die durch lehrbuchhafte Gegenstöße mit zwei Toren in Front gingen. Diesen konnte die HSG jedoch kurz darauf wieder ausgleichen und es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Sowohl Leo Stenger als auch sein Großhaderner Pendant blieben fehlerfrei vom Siebenmeterpunkt, aus dem gebundenen Spiel fielen bei beiden Mannschaften in diesem Spielabschnitt wenig Tore. Bis zur 58. Minute stand es 23:23 - die HSG hatte bei eigenem Ballbesitz die Chance nach langer Zeit wieder in Führung zu gehen. Es wurde also einige Zeit von der Uhr genommen, der Spielzug konnte allerdings nicht erfolgreich abgeschlossen werden und auch der Freiwurf mit Mauer bei drohendem Zeitspiel wurde an die Latte gelenkt. Und wie so oft in dieser Saison: Der Gegner machte es besser und konnte den Ball mit der Schlusssirene zum umjubelten 24:23-Sieg im Kasten der HSG unterbringen.

Aufstellung HSG München West:

Dominik Steinseifer; Georg Heindl (beide Tor) Maurits Timmer (2); Johannes Kunz (2); Marc Schmidt (2); Michael Zanzinger; Florian Kittel (3); Leonard Stenger (13/5); Stephan Füchsl (1)

04.02.2018 — Die Zeichen vor dem Spiel gegen den TSV Garching standen gut: Ein voller Kader, gutes Training unter der Woche und die nötige Motivation durch das verlorene Heimspiel aus der Hinrunde. Folgerichtig kam die HSG, nach einem verkürzten Aufwärmen auf der Indoor-Tartanbahn der Garchinger Halle, gut ins Spiel. Die Abwehr stand exzellent, die starken Rückraumschützen des TSV wurden frühzeitig angegangen und konnten damit in ihrem Bewegungsradius eingeschränkt werden. Nach einem Ballgewinn ging es zudem schnell nach vorne, in der ersten oder zweiten Welle fielen in den ersten 15. Minuten die meisten West-Tore. Dieser starke Beginn resultierte in einer 9:5-Führung der HSG. Das Polster konnte allerdings nicht bis in die Halbzeit gerettet werden. Die Garchinger wechselten durch und bekamen immer mehr Zugriff aufs Spiel. Vor allem in 1-gegen-1-Sitautionen konnte die Heimmannschaft ihre Stärken ausspielen und kam so immer näher heran. Lediglich einem Buzzerbeater von Jiri Rakusan war es zu verdanken, dass mit einem 14:13-Vorsprung für die HSG die Seiten gewechselt wurden. Garching machte aber weiter und kam besser in die zweite Hälfte Beim 20:17 war das Spiel gedreht und drohte gänzlich in die Richtung des TSV zu kippen. West zeigte aber Zähne und konnte mit vier unbeantworteten Toren wieder selber in Führung gehen. In den letzten Minuten entwickelte sich ein hitziger Schlagabtausch, in dem Garching cleverer agierte und eine Zwei-Tore-Führung kurz vor Schluss nicht mehr aus der Hand gab. Die HSG fuhr also nach einer couragierten Leistung wieder ohne Punkte nach Hause. Aus der 29:27-Niederlage gegen den Tabellennachbarn kann dennoch Positives gezogen werden: So funktionierte etwa endlich das Spiel mit dem Kreis und auch auf den ersten 15 Abwehrminuten kann aufgebaut werden.

 

Aufstellung HSG München West:

Georg Heindl; Dominik Steinseifer (beide Tor); Maurits Timmer (2); Johannes Kunz (4/2); Marc Schmidt (3); Florian Kittel (1); Lutz Albersmeier (4); Fabian Schulze (1); Leonard Stenger (7/4); Stephan Füchsl; Jiri Rakusan (4); Christian Einsele (1)

25.11.2017 – Der Rückrundenauftakt für die ersten Herren der HSG München West gegen Milbertshofen stand an. Der TSV, seines Zeichens Tabellenzweiter, hatte im Hinspiel noch knapp zwei Punkte aus dem Sportpark Nymphenburg entführen können. Die HSG hatte also noch eine Rechnung offen und räumte sich gegen den Favoriten einige Chancen ein, denn: In dieser Liga kann jeder jeden schlagen – und entsprechend knapp sollte sich die Partie auch gestalten. Über die gesamte erste Hälfte konnte sich keine Mannschaft weiter als zwei Tore absetzen. Während die Milbersthofener oftmals das Kreisanspiel suchten, fielen die Tore der HSG zumeist aus dem Rückraum, Fabian Zaindl (mit 5 Toren bester Schütze) zeichnete für einige wichtige Treffer verantwortlich. Dennoch waren es die Hausherren, die einen knappen 14:13-Vorsprung mit in die Pause nahmen. Aber die Partie blieb auf Messers Schneide. Beide Mannschaften verteidigten geschickt und kamen nun auch zu einfach Toren beim Gegenstoß. MIL blieb allerdings immer einen Tick konsequenter und konnte so beim 22:19 erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung herausspielen. Nun hieß es für die HSG München West in der aufgeheizten Atmosphäre einen kühlen Kopf zu bewahren. Und dies gelang: Zu oft hatten die Münchner die Partien der Vorrunde knapp verloren, diesmal ließ man sich nicht abschütteln. In einer, von beiden Seiten, mit einfachen Fehlern gespickten Schlussphase kam West wieder ran und konnte nach einem erfolgreich abgeschlossenen Gegenstoß von Fabian Schulze 30 Sekunden vor Ende ausgleichen. Milbertshofen kam nochmal in Ballbesitz, der Torabschluss aus zweiter Reihe konnte allerdings vom starken Dominik Steinseifer abgewehrt wurden. Nach einem derart intensiven Spielverlauf ist der Punkt ein absoluter Gewinn für die ersten Herren der HSG. Nach den gemütlichen Weihnachtstagen und dem Rutsch ins neue Jahr steht dann der TSV Allach auf dem Plan – die nächste schwierige Auswärtsaufgabe!

Aufstellung HSG München West

Dominik Steinseifer; Niklas Maier (beide Tor); Maurits Timmer (1); Johannes Kunz (1); Marc Schmidt (1); Michael Zanzinger (1); Florian Kittel (4); Lutz Albersmeier (1); Fabian Schulze (2); Leonard Stenger (4/3); Stephan Füchsl (1); Fabian Zaindl (5); Jiri Rakusan (4)

21.01.18 — Das Hinspiel gegen die dritte Mannschaft des TSV Allach 09 war den Herren der HSG noch deutlich in Erinnerung geblieben. 21:31 hieß es am Ende, die einzig wirklich schlechte Halbzeit der Saison zog der HSG damals den Zahn. Es war also Wiedergutmachung angesagt und entsprechend motiviert ging die erste Männermannschaft ins Spiel. Bereits in der ersten Hälfte entwickelte sich ein attraktiver Schlagabtausch. Beide Mannschaften wussten im Positionsspiel zu überzeugen, während Allach oft den Weg in die Tiefe suchte, setzte die HSG vor allem aus dem Rückraum durch Marc Schmidt und Fabian Zaindl Akzente. Erfreulich hierbei: Die Auftakthandlungen funktionierten und generierten einige gute Wurfpositionen. Allach wurde ihrer der Favoritenrolle allerdings durchaus gerecht. Die Heimmannschaft erarbeitete sich, auch weil die HSG einige einfache Gegenstöße liegen ließ, im Laufe der Halbzeit immer wieder knappe Vorsprünge. Der 14:14-Halbzeitstand war einem Schlussspurt der HSG zu verdanken — zum Anfang der zweiten Hälfte war also alles wieder auf Null gestellt. Der nächste Spielabschnitt sollte nun etwas kämpferischer ausfallen. Die erste Führung der HSG kurz nach der Halbzeit konnte leider nicht bestätigt werden, konzentrierte Allacher gingen mit zwei schnellen Toren wieder in Front. Bis zur 50. Minute war das Spiel geprägt von einigen Zwei-Minuten-Strafen, vor allem die Hausherren agierten dabei oftmals in Unterzahl. Die HSG wusste diesen Vorteil allerdings nicht auszunutzen. Im Gegenteil: Statt erst Recht gnadenlos auf das Gaspedal zu drücken und sich in Überzahl gute Chancen zu erarbeiten, wurde oft unvorbereitet abgeschlossen. Allach spielte weiter clever und zog auf drei Tore davon. Nach einem harten und mit Rot geahndeten Foul an Fabian Zaindl konnte zwar per Siebenmeter von Leo Stenger (mit 7 Toren bester Werfer der HSG) auf Zwei-Tore-Rückstand verkürzt werden. Näher kamen die ersten Herren an diesem Abend allerdings nicht mehr heran. Auch die offensive Abwehr erzeugte nicht die gewünschten Ballverluste und so musste sich die HSG München West mit 31:27 (14:14) geschlagen geben. Die vier Tore sind nach dem engen Spielverlauf vielleicht etwas zu viel, die Glückwünsche gehen dennoch an eine Allacher Mannschaft, die weiter oben mitspielt.

Aufstellung HSG München West

Dominik Steinseifer; Niklas Maier (beide Tor); Paul Schermer, Maurits Timmer (2); Johannes Kunz (2); Marc Schmidt (3); Florian Kittel (1); Lutz Albersmeier (2); Fabian Schulze (1); Leonard Stenger (7/4); Stephan Füchsl (1); Fabian Zaindl (5); Jiri Rakusan (2), Christian Einsele (1)

 

18.11.2017 - Der Tabellenführer war zu Gast im Sportpark Nymphenburg! Nach zwei knapp verlorenen Spielen von einem Aufbaugegner also keine Spur – mit acht Siegen aus neun Spielen gingen die Forstenrieder Herren als Favorit ins Spiel. Für die HSG München West also eine ähnliche Ausgangslage wie letzte Woche in Ismaning, wo man sich allerdings teuer verkaufen konnte. Die ersten 15 Minuten gestalteten sich absolut ausgeglichen. Beide Abwehrreihen standen gut, West verpasste sogar einige Chancen in Führung zu gehen, da freie Würfe leichtfertig liegen gelassen wurden. Ende der ersten Hälfte konnte sich Forstenried so ein wenig absetzen. Über 5:7 bis auf 7:10, für die HSG ging es vor der Pause um Schadensbegrenzung. Und tatsächlich kamen die Jungs wieder ran und verkürzten durch ein Tor von Michael Zanzinger mit der Pausensirene auf 10:11. Man spürte – heute sind Punkte drin! Rein in den zweiten Spielabschnitt, in dem sich München West deutlich verbessert präsentierte. Von der 33. bis zur 43. Minute gelang dem TSV Forstenried kein Treffer und die HSG war im Angriff nun kaltschnäuziger. Diese Phase resultierte in einer 17:13-Führung für München West. Nun ging es allerdings in die berüchtigte Schlussviertelstunde. In den letzten Spielen ließ sich die HSG spät den Schneid abkaufen, verspielte, wie gegen Ismaning, teilweise hohe Führungen. Doch heute stimmte sowohl Mentalität als auch Trefferquote. Vor allem Jiri Rakusan (mit sechs Treffern bester Werfer der HSG) gelangen nach geduldig heraus gespielten Kreuzungen einige einfache Treffer. Auch die ungewohnten Angriff- und Abwehrwechsel konnten den Spielfluss nicht stören. So war auch Fabian Steinseifer mit einer riesigen Abwehrpräsenz maßgeblich am Sieg beteiligt. Eine intensiv geführte Partie endete mit einem umjubelten 26:21 (10:11) für die HSG München West, die sich somit erstmals für die guten Leistungen der letzten Wochen belohnen konnte. Im nächsten Spiel geht es für die Erste nach Süd/ Blumenau, ehe gegen den TSV Milbertshofen die Rückrunde eröffnet wird.

Aufstellung HSG München West

Georg Heindl; Dominik Steinseifer (beide Tor); Fabian Steinseifer; Johannes Kunz (2/1); Marc Schmidt (2); Michael Zanzinger (1); Florian Kittel (2); Leonard Stenger (3); Stephan Füchsl (2); Markus Einsele (3); Fabian Zaindl (4); Jiri Rakusan (6); Christian Einsele (1)

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