11.11.2017 – 45 Minuten lang war es die beste Saisonleistung der ersten Herren und dennoch reichte es nicht zum Sieg. Ein drastischer Einbruch in der Schlussphase kostete zwei wichtige Punkte im Kampf um die oberen Tabellenplätze. Dabei war die HSG als Außenseiter in die selbsternannte „Hölle Süd“ nach Ismaning gereist. Zwei Punkte stand die zweite Mannschaft der Ismaninger besser da und hatte sich im Vorfeld auch gegen starke Gegner behauptet. Nach einer, durch ein vorhergehendes Frauenspiel, verkürzten Aufwärmphase, kam die HSG dennoch besser ins Spiel. Eine gesund aggressive Abwehrleistung zwang die starken Individualisten der Ismaninger in den ersten 15 Minuten häufig zu schweren Würfen, die ein gut aufgelegter Georg Heindl im Kasten entschärfen konnte. Im Angriff generierten vor allem das schnelle Spiel Tore bzw. 7 Meter, die Leo Stenger (mit 9 Treffern bester Werfer der HSG) sicher abschloss. Zum Ende der zweiten Halbzeit wurde die Partie ein wenig zerfahren, technische Fehler und einige fragwürdige Entscheidungen des Schiedsrichters, darunter die rote Karte gegen Markus Einsele, taten ihr Übriges. Dennoch nahm die HSG mit dem 12:15-Halbzeitstand einiges an Momentum mit in die zweite Spielhälfte. Und dieses konnte auch erhalten werden. Bis zur 45. Minute war der Vorsprung in gegnerischer Halle auf sieben Tore angewachsen. Torwart und Abwehr arbeiteten gut zusammen und vorne konnten auch über den Rückraum, in Person von Marc Schmidt, Lösungen gefunden werden. Doch wie so oft in der Saison kam dann ein Bruch – und selbst ein derart großes Polster konnte nicht davor bewahren. Ismaning arbeitete sich in die Partie und erzielte viele einfach Tore. West agierte zu passiv, ließ die Reserve der Bayernligamannschaft von acht Metern ohne Kontakt abschließen. Dazu kam eine unerklärliche Fehlerquote im Angriff, nichts stimmte mehr. Mit einem unfassbaren 12:4-Lauf beendete Ismaning das Spiel und verwies eine konsternierte HSG wieder in die Rolle des Gratulanten. Ein 30:29 (12:15)-Endergebnis gegen Ismaning II ist kein Beinbruch, nach diesem Spielverlauf allerdings äußerst unnötig. Die Köpfe müssen, der vierten knappen Niederlage zu trotz, hochgehalten werden, um im nächsten Heimspiel gegen Forstenried nervenstärker aufzutreten.

Aufstellung HSG München West

Georg Heindl; Niklas Maier (beide Tor); Fabian Steinseifer (1); Maurits Timmer; Johannes Kunz (1); Marc Schmidt (5); Michael Zanzinger; Florian Kittel (4); Leonard Stenger (9); Stephan Füchsl; Markus Einsele; Fabian Zaindl (2); Jiri Rakusan (4); Christian Einsele (3)

05.11.2017 – München-West gegen München-Ost - ein Stadtderby, das immer viel Spannung und bissige Zweikämpfe garantierte. Dieses Jahr gewann das Duell zusätzlich an Brisanz, da einige HSG-A-Jugendliche vor der Saison zurück nach Ost gewechselt waren. Die Anfangsphase der Partie gestaltete sich erwartungsgemäß ausgeglichen. Mal war die HSG mit zwei Toren in Front, dann konnte sich der TSV wieder absetzen. Vor allem die Abwehrreihen standen im Fokus: Während sich Osts offensive Abwehr nach einigen guten Laufwegen der HSG weiter zurückzog und so an Stabilität gewann, bekam die eigentlich solide 6:0-Abwehr der Hausherren vor allem die rechte Angriffsseite der Ostler nie wirklich in den Griff. So konnte der TSV mitte der ersten Hälfte ein wenig davonziehen. Es drohte also ein deutliches Halbzeitdefizit für die HSG, das durch zwei Siebenmeter-Treffer von Leo Stenger aber noch verkürzt werden konnte. Mit 12:14 wurden die Seiten gewechselt. Für die zweite Etappe galt es nun wieder in Schlagdistanz zu kommen. Dies gelang – obwohl die HSG den verletzungsbedingten Ausfall von Stephan Füchsl kompensieren musste, der sich vor allem im Angriff sehr spielfreudig präsentiert hatte. Der Rückstand konnte dennoch, auch dank einer verbesserten Torhüterleistung, nach 20 Minuten in eine eigene Drei-Tore-Führung umgewandelt werden. Mit einer relativ klaren Führung ging die HSG also in eine heiße Schlussphase, die einmal mehr aufzeigte was den Handball so großartig und grausam zugleich macht. West hatte durchaus Chancen weiter davonzuziehen, diese wurden aber fahrlässig verworfen. Dazu kamen ungenaue Anspiele, provoziert durch eine verbesserte Ost-Abwehr und fehlende Ballgewinne in der eigenen Defensive, die den TSV zurück ins Spiel brachten. Obwohl sich Florian Kittel (bester Werfer der HSG) mit schönen Toren von Rechtsaußen dagegenstemmte – zwei Minuten vor Schluss hatten abgezockte Ostler ausgeglichen und im folgenden Angriff sogar die Führung erzielt. Eine verunsicherte HSG, die sich nach dem kämpferischen Auftreten in der zweiten Hälfte eigentlich hätte belohnen müssen, konnte auch im letzten Angriff nicht mehr punkten. So ging der 26:27-Sieg am Ende verdient an den TSV München-Ost, der vor allem in der ersten Hälfte und in der Schlussphase cleverer agierte. Für München-West ist es das dritte Spiel, das in dieser Saison mit einem Tor verloren geht. Hier gilt es im Hinblick auf die schweren Aufgaben in den nächsten Wochen, kaltschnäuziger zu werden.

Aufstellung HSG München West

Wolfgang Wolter; Georg Heindl (beide Tor); Fabian Steinseifer (2); Maurits Timmer; Johannes Kunz (4/1); Marc Schmidt (1); Michael Zanzinger; Florian Kittel (7); Fabian Schulze; Leonard Stenger (6/5); Markus Einsele (2); Stephan Füchsl (5); Jiri Rakusan; Christian Einsele

16.04.2016 - Wie schon in so manchen vorangegangenen Spielen der Bezirksoberligasaison 2015/2016 wusste der Aufsteiger, die HSG München-West, auch beim TSV Forstenried am vergangenen Samstagabend eine Halbzeit lang durchaus zu gefallen. Gegen eine wahrlich nicht überdurchschnittlich gut spielende Heimmannschaft verlor die HSG in der zweiten Spielhälfte allerdings abermals die Übersicht, ließ sie den unbedingten Siegeswillen vermissen und agierten die Spieler vorrangig als Einzelkämpfer. Folgerichtig demontierten die Hausherren die HSG nach einer sehr ausgeglichenen ersten Spielhälfte - in der für die Gäste sehr viel mehr möglich gewesen wäre - den sportlichen Kontrahenten aus dem Münchener Westen im zweiten Spielabschnitt und gelangten diese am Ende zu einem aus HSG-Sicht deprimierenden 31:24-Erfolg. Dass die Schiedsrichter einmal mehr der HSG nicht sonderlich positiv gesinnt waren, ändert nichts an der miserablen Leistung der HSG im zweiten Spielabschnitt.

Aufstellung HSG München-West:

Wolfgang Wolter; Dominik Steinseifer (beide Tor); Tobias Längin (7/3); Johannes Kunz (1); Michael Zanzinger (1); Michael Lehner (4); Jonas Schöneberg (6); Tobias Volk (2); Matthias Auer (1); Jiri Rakusan (1); Christian Einsele (1)

TSV Forstenried - HSG München-West    31:24 (13:11)

28.10.2017 – Anpfiff zu Champions-League-Zeit mitten im brandneuen FCB-Campus: Die Voraussetzungen für ein aufreibendes Auswärtsspiel der HSG München West beim FC Bayern München II waren gegeben. Mit der Ansage des Trainers: „Heute entscheidet sich in welche Richtung die Saison kippt“ im Rücken startete die HSG gut ins Spiel und konnte sich nach fünf Minuten einen Drei-Tore-Vorsprung erspielen. Aus einer soliden Abwehr wurde immer wieder das schnelle Spiel gesucht – viele Tore fielen zu diesem Zeitpunkt über die erste und zweite Welle. Dieses Tempo sollte auch gegangen werden, da die Bank, ergänzt durch die alten Hasen Felix Becker und Lutz Albersmeier, voll besetzt war. Viele positionsgetreue Wechsel erhielten den Spielfluss zudem. Wirklich abreißen ließen die Bayern, die zum Ende der Halbzeit mit einigen Schiedsrichterentscheidungen haderten, allerdings nicht. Mit einem 12:16 für die HSG ging es in die Pause. Nun galt es das Momentum mitzunehmen und stark in den zweiten Abschnitt zu starten. Dies gelang – innerhalb von 10 Minuten waren die Jungs nach einem abgeschlossenen Gegenstoß von Florian Kittel auf 23:14 davongezogen. Wieder wurde fleißig durchgewechselt und so konnte sich Kanada-Rückkehrer Fabian Zaindl zweimal in die Torschützenliste eintragen. Auch die Abwehrarbeit wusste weiterhin zu gefallen, gegen individuell starke Bayern konnten immer wieder Ballgewinne und somit einfache Tore generiert werden. Ein durchaus attraktives Handballspiel, in dem Johannes Kunz mit neun Toren bester Werfer war, endete schließlich mit einem 35:24 (16:12)-Auswärtssieg der HSG, die sich nach durchwachsenem Saisonstart langsam nach oben orientieren kann.

Aufstellung HSG München West

Dominik Steinseifer: Jan Sobek (beide Tor); Fabian Steinseifer (1); Felix Becker; Johannes Kunz (9); Marc Schmidt (6); Florian Kittel (5); Lutz Albersmeier (3); Fabian Schulze (1); Leonard Stenger (5); Markus Einsele (1); Fabian Zaindl (2); Jiri Rakusan (2)

09.04.2016 - Auch wenn es im vorletzten Bezirksoberligaspiel der Saison weder für die gastgebende HSG München-West noch für den feststehenden Aufsteiger des TSV Vaterstetten noch um wirklich viel ging, entwickelte sich am vergangenen Samstagnachmittag zwischen diesen beiden Mannschaften zumindest über weite Strecken ein munteres und ansehenswertes Handballspiel. Der krasse Außenseiter aus München, erneut wieder nur mit zehn Mann antretend, überraschte die Gäste und Zuschauer dabei in der ersten Spielhälfte sehr. Eine erstaunlicherweise gut funktionierende Abwehr mit einem starken Wolfgang Wolter im Tor und ein klug organisiertes Angriffsspiel mit einem überragenden Tobias Längin sorgten für einen enorm guten Start der Münchener bis zu einer 7:5-Führung. Und auch als Wechsel der Gäste von ihrer vollbesetzten Bank eine kleine Wende einleiteten, ließen sich die Münchener nicht abschütteln. So wurden mit einer knappen 11:10-Führung für die Vaterstettener die Seiten gewechselt. Nach Wiederanpfiff setzten sich die Gäste durch einen Zwischenspurt schnell auf sechs Tore ab, aber auch in dieser Phase gaben die Gastgeber nicht so einfach klein bei. Beim Stande von 14:18 und 15:19 gestalte sich das Ergebnis aus deren Sicht absolut akzeptabel. Als dann jedoch Tobias Längin aufgrund seiner dritten Zeitstrafe das Feld verlassen musste – insgesamt hatten die Münchener nicht gerade viel Glück bei den Entscheidungen der Unparteiischen – entwickelte sich in den letzten fünfzehn Spielminuten eine einseitige Partie, die dann folgerichtig mit einem deutlichen 28:19- Erfolg für den TSV Vaterstetten endete.

Aufstellung HSG München-West:

Wolfgang Wolter; Dominik Steinseifer (beide Tor); Tobias Längin (8/3); Johannes Kunz (1); Michael Zanzinger; Michael Lehner (2); Stephan Engel (1); Martin Reuter (1); Matthias Auer (1/1); Jiri Rakusan (5)

Nachtrag zum Spiel SV Anzing II – HSG München-West 36:22 (17:10)

Gegen die Reserve der Bayernligamannschaft des SV Anzing zeigte sich die Bezirksoberligamannschaft der HSG München-West beim vorangegangenen Auswärtsspiel vor einer Woche absolut überfordert und musste eine überdeutliche 22:36-Niederlage einstecken. Allein bis zum 8:7 für die Gastgeber waren die Münchener so etwas wie ein ebenbürtiger Spielpartner. Danach war es dann nur noch eine sehr einseitige Partie.

Aufstellung HSG München-West in Anzing

Philipp Lemke (Tor); Johannes Kunz; Michael Zanzinger (1); Jonas Schöneberg (3); Stephan Engel (5); Martin Reuter (2); Markus Einsele (2); Matthias Auer (3); Jiri Rakusan (4); Christian Einsele (2)

HSG München-West – TSV Vaterstetten    19:28 (10:11)

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