Schade, eine verschenkte Saison

Vielleicht wäre bedauerlich der richtige Ausdruck gewesen. Aber im Rückblick ist es wirklich sehr ärgerlich, dass die Mannschaft das vorhandene Potential nicht genutzt hat. Es wäre bei entsprechendem Einsatz jederzeit möglich gewesen, die Endrunde, sprich die bayerische BOL Meisterschaft zu erreichen. Wir haben gute Spiele, aber nur ein überragendes Spiel gemacht. Unser letzter Auftritt bei Würm-Mitte hat nochmal deutlich gemacht, welche Möglichkeiten wir gehabt und teilweise verschenkt haben. Die Undiszipliniertheiten im Training haben sich vielfach im Spiel fortgesetzt. Sei es in technischen Fehlern wie Passen und Fangen, fortgesetzt mit Nichterfüllung taktischer Vorgaben und einer teilweise völlig unerklärlichen Passivität im Abwehrverhalten. Wir waren sicherlich nicht die körperlich stärkste Mannschaft, aber für Größe kann keiner was. Aber die technischen Möglichkeiten der Mannschaft, die zu den Besten und Schnellsten der Staffel gehörten, wurden des Öfteren in spielerischem Getändel vertan. Man sieht in diesem Alter nicht alles verbissen, wenn ich aber über Ballverluste oder Fehlpässe auf kürzeste Distanz nur ein Lächeln übrig habe, dann treibt mich das als Trainer zur Verzweiflung. Dass ein Kindergeburtstag, zu dem ich vielleicht erst ein oder zwei Stunden später komme, wichtiger ist als die Mannschaft zu unterstützen, stößt bei mir auf völliges Unverständnis. Offensichtlich hat sich meine Leidenschaft zum Handball doch mittlerweile sehr weit von der euren entfernt.

Erfreulich, dass wir wenigstens den einen oder anderen Spieler in seiner Entwicklung voran gebracht haben und somit vielleicht eine Basis für die anstehende Quali und die kommende Saison gelegt haben.

Selbstverständlich wünschen wir den beiden Mannschaften (C- und B-Jugend) für die anstehenden Qualifikationsturniere das Beste und viel Erfolg.

Werner + Fabian

04.03.2017 - Die Vorzeichen für das Spiel in Gräfelfing standen schlecht. Simon hatte wegen Krankheit abgesagt und Felix informierte mich, dass Pierre auch nicht kommen würde. Nun standen wir mit sieben Spielern ohne Torhüter da. Was nun, einer musste in den sauren Apfel beißen und das Tor hüten. Die Wahl fiel auf Bene, er war körperlich der stabilste und meines Erachtens auch der furchtloseste. Die restlichen Positionen waren klar – eigentlich hatten wir Bestbesetzung – allerdings ohne Wechselmöglichkeit. Aber wie so oft in Notsituationen wird der Kampfgeist gereizt und die Jungs fighteten wie um ihr Leben. Nie stand die Abwehr so sicher und nie wurde im Angriff so viel umgesetzt wie in diesem Spiel. So konnten wir mit einer 13:17 Halbzeitführung in die Kabine gehen. Einhellige Meinung in der Kabine: noch ist das Spiel nicht aus, wir müssen in Halbzeit zwei die gleiche Leistung bringen wie bisher.

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte haben wir vier „Elfmeter“ verschossen, d.h. viermal frei vor dem Tor und keinen Treffer gemacht. Mir schwante Übles – sollten wir durch Unkonzentriertheiten das Spiel noch verschenken. Beim 22:23 war Würm ganz nah dran, es fiel dann sogar der Ausgleich (26:26). Noch knapp vier Minuten zu spielen. Durch 2-Minutenstrafen auf beiden Seiten erhielten wir mehr Platz und konnten den dann auch nutzen. Jakob und zweimal Manuel und das Spiel war entschieden.

Ärgerlich dass wir in der Vergangenheit einige Spiele ohne den heutigen Kampfgeist einfach verschenkt haben, der erste Platz wäre locker drin gewesen.

Es spielten: Bene im Tor, Manuel (10/4), Felix (4), Tarik (1), Sebastian (2), Paul (8) und Jakob (4)

Toll dass sich alle Spieler am Toreschießen beteiligt haben

Wdu

HSG Würm-Mitte – HSG München West 26:29 (13:17)

14.01.2018 - Orientierungsprobleme bei der Suche nach dem Spielort. Obwohl die Jungs von mir Zettel bekommen, auf denen steht, wo und wann gespielt wird und auch sämtliche restlichen Spiele mit Uhrzeit und Spielort aufgelistet sind, stand Manuel mal wieder am ESV und wunderte sich, wo denn die restlichen Jungs sind. Fazit: er kam dann 10 Minuten nach Spielbeginn. Entsprechend dann seine Leistung. Aber nun zum Spiel:

Mit einer konzentrierten Abwehrleistung konnten unsere Gegner in ihrem Wirkungskreis deutlich eingegrenzt werden. Immer wieder wurden die gegnerischen Angriffe unterbunden und der Ball dann schnell aus der Abwehr heraus nach vorne gespielt. Da zudem auch immer wieder die Außen frei gespielt wurden, konnten wir mit einer beruhigenden 16:10 Führung in die Kabine gehen. Für die meisten von uns war das Spiel bereits gelaufen. Aber die zweite Halbzeit hatte dann ein völlig anderes Bild. Die vorher gute Abwehr wurde löcherig, der Einsatz minimalisiert. Bis zum 18:11 machte ich mir noch keine Sorgen, aber dann ging´s bergab. Von 20:16 bis zum 20:22 vergurkten wir im Angriff die Bälle und sahen in der Abwehr interessiert zu wie der Gegner ein ums andere Tor warf. Lediglich Pierre hielt uns einigermaßen im Spiel. Eigentlich hatte ich das Spiel schon abgehakt. Zu sehr erinnerte mich das Spiel an unsere Pleite in Schongau. Durch einen verwandelten Siebenmeter von Sebi kamen wir wieder ins Spiel. Durch einen weiteren Siebenmeter konnten wir tatsächlich noch ausgleichen. Manuel war es dann vorbehalten, das letzte Tor zu werfen und damit den Sieg zu sichern.

Ein Spiel das wieder stark an der Nervenkraft des Trainers knabberte und so eigentlich wirklich nicht nötig war.

HSG München West – Dietmannsried/Altusried 24 : 23 (16:10)

03.02.2018 - Da unser Torhüter, Pierre, zur Kur ist, mussten wir versuchen einen Ersatz zu finden. Donnerstag im Training ging ich zu Paul, dem D-Jugend Torhüter. Der aber winkte ab: Bin am Wochenende zur Fischereiprüfung. Na dann muss eben Tamino ran – ätsch Grippe. Das war´s dann wohl. Zusätzlich meldeten sich auch noch Sebastian und Jakob krank. Als dann auch noch Simon und Tarik fehlten mussten eben zwei D-Jugendliche ran.

Mit Flo im Tor und zwei D-Buben auf den Außenpositionen war natürlich gegen die starken Herrschinger kein Blumentopf zu gewinnen. Von Beginn an diktierte die Nummer 11 aus Herrsching das Spiel. Er machte mit unseren Abwehrspielern was er wollte. Egal ob gegen Manu oder Paul oder Felix, er hebelte unsere Jungs mit seinem vorbildlichen Haken und seiner Kraft ein ums andere Mal aus. Da er auch noch ein hervorragendes Auge bewies, spielte er seine Mitspieler wunderbar frei. Der Torhüter der Herrschinger mit geschätzten 1,90 m zog uns zusätzlich den Zahn. Nicht nur weil er hervorragend heilt, sondern auch durch seine imponierende und furchteinflößende Größe. Da zudem der gesamte Rückraum der Gäste durch Schnelligkeit und Durchschlagskraft glänzte, war mit unserer Notbesetzung natürlich nichts zu holen. Dabei setzten sich unsere Jüngsten auf den Außenpositionen durchaus positiv ins Bild und Timo konnte sogar drei Tore erzielen. Leid tun konnte einem Flo, der im Tor nicht viele Gelegenheiten bekam zu glänzen. Gegen Ende des Spiels ließ dann deutlich die Kraft nach. Ob wir bei voller Besetzung eine Chance gehabt hätten ist allerdings zweifelhaft, die körperliche Überlegenheit unserer Gegner war einfach zu groß. Sebastian hatte sich zwar grippegeschwächt zum Spiel geschleppt, konnte aber nur kurz eingesetzt werden. Dass zusätzlich noch drei 7-meter verschossen wurden passte unbedingt ins Bild.

Es spielten: Flo im Tor, Bene (2), Manu (9), Felix (9), Timo (3), Marius, Sebastian und Paul (6)

16.12.2017 - Es war wahrlich keine angenehme Fahrt nach Schongau. Im Schneetreiben ging es über die Landstraße in den Pfaffenwinkel. Zumindest die Sporthalle haben wir punktgenau getroffen und waren überrascht von der tollen Halle. Bedauerlicherweise gab es keinen Verkauf, so dass die Erwachsenen ohne Kaffee und die Jungs ohne Wurstsemmel auskommen mussten. Aber nun zum Spiel:

Tamino besorgte gleich das 0:1 und ich lehnte mich zurück – ich rechnete mit einem entspannten Nachmittag. Aber es sollte anders kommen. Die Schongauer Buben – obwohl körperlich unterlegen – zeigten uns, wie man mit vollem Körpereinsatz in Lücken geht. Sie spielten sehr geschickt und trafen dabei auf eine Abwehr, die diesen Namen nicht verdiente. Während wir ein ums andere Mal die Bälle weg warfen, machten uns die Gegner vor, wie man Tore wirft. Obwohl Pierre einen guten Tag hatte und immer wieder Schlimmeres verhinderte konnten wir tatsächlich bis zur Halbzeit noch auf ein Tor herankommen.

Nach entsprechender Halbzeitansage war ich noch guter Hoffnung, wurde aber schnell eines Besseren belehrt. 17:15, 18:15, 19:15, die Schongauer Buben warfen Tor um Tor und wir waren einfach nur Zuschauer. Kein Aufbäumen in der Abwehr, kein Helfen, keine Gegenwehr im Spiel eins gegen eins. Wir stolperten ohne Gegenwehr in eine bittere Niederlage. Den Nachweis, dass wir zu Spielbeginn noch Tabellenführer waren, konnten wir in keiner Phase des Spiels bringen. Da zudem der Schiedsrichter nicht unbedingt auf unserer Seite war, endete das Spiel folgerichtig mit einer krachenden Niederlage.

Es spielten: Pierre im Tor, Timo (1), Simon (2/1), Manuel (10), Flo, Paul (4), Felix (5) und Tamino (4)

TSV Schongau – HSG München West 38:32   (16:15)